Lukian von Samosata (2. Jh. n.Chr.) – Der erste Science Fiction-Autor der Weltgeschichte?

Wer sich für die Geschichte der Science Fiction interessiert, dürfte fast zwangsläufig schon einmal auf Lukian von Samosata gestoßen sein, den manche als den ersten uns bekannten Science Fiction-Autoren der Weltgeschichte betrachten, was jedoch sehr umstritten ist. Grund genug, sich an dieser Stelle ausführlicher mit Lukian und seinen Werken „Wahre Geschichten“ und „Ikaromenippos oder Die Luftreise“ zu beschäftigen.

Da der Blog umgezogen ist, findet sich der Artikel ab nun hier.

10 Kommentare zu „Lukian von Samosata (2. Jh. n.Chr.) – Der erste Science Fiction-Autor der Weltgeschichte?

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  1. „true story man“ trotz der Elemente des Science Fiction ist es tatsächlich naheliegend eine Satire in „der Welt der Götter“ spielen zu lassen. Diese Version dieser Welt hat man vermutlich dem Autoren genau so leicht verzeihen können, wie Christen die Darstellung von Gott in Supernatural verzeihen können.
    Muss wohl mal Richtung Bib aufbrechen…

    1. Ich bin immer wieder erstaunt, wie locker man diesbezüglich in Athen war. Da hatte man keine Probleme damit, an einem Fest zu Ehren des Gottes Dionysos eine Komödie (Aristophanes: Die Frösche) aufzuführen, in der dieser Gott als totaler Feigling dargestellt wird und sich in einer Szene sogar in die Hose macht, wobei ich nicht von Urin rede … Ziemlich bemerkenswert und irgendwo auch ziemlich sympathisch.

    2. … wobei man dazusagen muss, dass dieselben Athener auch durchaus Leute wegen religiöser Frevel hinrichten ließen. Muss wohl mit dem karnevalesquen Charakter der Dionysien zusammenhängen, dass man da so krasse Sachen zeigen durfte.

  2. Die Parodie ist auch eine Art der Würdigung der Bedeutung eines Genres. Ich finde bemerkenswert, in Unkenntnis aller Details freilich, dass auch hier aus der Parodie gewissermaßen ein Standard aus früherem zusammengebaut wurde. Ein Standard, der ungeachtet der parodierenden Intention von der Nachwelt (auch) als Beginn/Schaffung eben des parodierten Genres betrachtet wird.

  3. Heute ist mir ein interessantes Heftchen in die Hände gefallen, hab‘ ich schon vor Jahren bibiographiert und eingelagert:

    Heinz-Peter Preußer
    Der eindimensionale Mythos
    Rezeption und Reduktion der griechischen Antike in der DDR-Literatur
    Schrftenreihe und Materialien der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, Kleine Reihe, Band 2
    Wetzlar (Mai 2014), 30 Seiten

    Interessant? – Leider antiquarisch nicht greifbar, aber vielleicht gibt’s dieses Heft noch in der Bibliothek von Wetzlar?
    Hab‘ mal eine Anfrage losgelassen …

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