Star Wars: Dark Force Rising (Timothy Zahn)

Im zweiten Band von Timothy Zahns Großadmiral Thrawn-Trilogie finden sich immerhin ein paar erwähnenswerte Aspekte. [Zu Band 1 und 3 geht es hier und hier.]

In einem Gespräch, das Luke Skywalker mit Mara Jade über Darth Vader führt, kommt dem Jedi ein alter Sinnspruch seiner Heimatwelt Tatooine in den Sinn, der die Vererbbarkeit oder Weitergabe des Bösen von einer Generation auf die nächste thematisiert, womit sich natürlich die Frage stellt, wieviel Darth Vader in Luke Skywalker steckt. Vielleicht erinnert dies ein wenig an das 2. Buch Mose, in dem es heißt, dass der jüdisch-christliche Gott die Sünden der Väter auch noch in der dritten oder vierten Generation der Nachfahren strafe.

Heirtotheempire

Die Noghri, eine außerirdische Rasse, die zunächst im Dienste des Imperiums steht, verfügen innerhalb ihrer Clans über zentrale Gebäude (dukha), innerhalb derer sich an den Wänden Schnitzereien befinden, die die Familiengeschichte des jeweiligen Clans wiedergeben. Etwas Ähnliches kennen wir aus der antiken römischen Welt, in der man im Atrium (zentraler Innenraum, häufig mit Öffnung im Dach) der Häuser die Familiengeschichte festhielt, indem man Totenmasken oder kleine Bilder der Vorfahren und Informationen über deren Laufbahn sowie gelegentlich auch Stammbäume aufstellte.

Wie schon an anderer Stelle in Bezug auf Dan Simmons thematisiert, finden wir nun auch bei Star Wars eine Variante des Ewigen Juden (nicht zu verwechseln mit dem NS-Propagandafilm!) bzw. des Ewigen Wanderers: Als Han Solo auf ein Schiff namens Peregrine stößt, durchfährt ihn ein kurzer Schauder, da dies der Name einer alten geisterhaften Gestalt war, vor der er sich in seiner Kindheit fürchtete und die zur ewigen Wanderschaft verflucht war. Der Name Peregrine leitet sich vom lateinischen peregrinus ab, was als Nomen so viel heißt wie Fremder oder Ausländer und in Form des Adjektives peregrine in die englische Sprache eingegangen ist, wo Peregrine falcon z.B. den Wanderfalken bezeichnet.

7 Kommentare zu „Star Wars: Dark Force Rising (Timothy Zahn)

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      1. Mein Mann liest mir oft vor. Wenn ich auf dem Laufband bin, wenn ich in der Badewanne liege, wenn ich koche. Wir hatten schon verschiedenste Bücher – die aus der Fantasy stammende „Alanna von Trebond“ Reihe, aus der SciFi die Thrawn-Trilogie und eine Menge Perry Rhodan – zwischenzeitlich dann auch noch „Der Kurier des Zaren“, was mein persönlicher Verne-Liebling ist, und zur Auslockerung das rührende Kinderbuch „Die kleine Mau“.

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